Wandern im Sequoia National Park

Hallo, ich bin’s, Schlumpf. Dies ist mein erster Beitrag auf diesem Blog, und er hat noch nicht viel mit Outdoor zu tun, denn hier beschreibe ich erst mal die Vorbereitungen. Aber es wird Fortsetzungen geben, die dann hoffentlich fuer jeden outdoor-maessig genug sind.
Also ich habe vor 2 Wochen spontan beschlossen, mit 2 Kumpels in Kalifornien wandern zu gehen. 2 Wochen sind nicht gerade viel Zeit, um sich vorzubereiten: Flug buchen (ca. 700 Euro, von Frankfurt ueber Chicago nach L.A.). Rausfinden, ob man einen maschinenlesbaren Pass hat (ohne den man nicht mehr in die USA einreisen darf; ein vorlaeufiger Pass reicht auch nicht mehr). Urlaub beantragen (es empfiehlt sich, den Urlaub in 2 kleinen Stuecken zu buchen, weil dann der Chef vielleicht nicht merkt, dass man so kurzfristig so lange weg ist…). Permit fuer den Nationalpark beantragen - fuer unsere Strecke gibt es 25 Stueck pro Tag, wir kriegen 3 Wochen vorher gerade noch die letzten drei. Bahnfahrkarte zum Flughafen Frankfurt besorgen - je frueher desto billiger. Reisekrankenversicherung abschliessen (moeglichst eine, die den Transport vom Unfallort zum naechsten Krankenhaus bezahlt, wenn man vorhat, wohin zu wandern, wo Krankenhaeuser nicht gerade um die Ecke liegen). Ausruestung checken - dies ist glaube ich der erste Urlaub, fuer den ich nichts neues gekauft habe; hauptsaechlich, weil ich nicht genug Zeit hatte, und dann auch, weil die Tour so anspruchsvoll werden wird, dass ich sowieso kein zusaetzliches Gepaeck herumtragen moechte.
Mit der Tourenplanung muss ich mich zum Glueck gar nicht beschaeftigen, dass haben meine beiden Kumepls gemacht. Es soll in 6 Tagen 6000 Hoehenmeter und 120 km weit gehen, damit die meiste Zeit auf einer Hoehe von ueber 2000m. Da sind die Temperaturen jetzt im September nachts schon auf 0 Grad Celsius, also empfiehlt sich ein warmer Schlafsack. Ausserdem lange Unterwaesche, Tshirt, Hemd, Fleece, Wasser- und winddichte Jacke, Zipp-off Hose, Regenhose, Poncho, 2 Paar Wanderstruempfe, Handschuhe, Muetze, … und Essen fuer 6 Tage, verpackt in baerensicheren Containern. Die Baeren in dieser Gegend sind Schwarzbaeren (keine Grizzlies), die normalerweise fuer Menschen nicht gefaehrlich werden, da sie es nur auf das mitgebrachte Essen abgesehen haben. Aber es nuetzt einem wenig, wenn man sich 60km von der Zivilisation befindet und einem ein Baer gerade den gesamten Proviant weggefuttert hat…
Alles, was irgendwie riecht und/oder was essbar ist, muss in diesen Baerencontainern verstaut werden: Zahnpasta genauso wie Konservendosen!
Das Essen wollen wir grossenteils vor Ort einkaufen, so dass mein Rucksack noch erstaunlich leicht und leer ist, als er am Vorabend der Abreise fertig gepackt ist.

(Update 2006-09-11: Tippfehler korrigiert - Sequoia schreibt man mit “i” statt mit “j”)




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