Halbmarathontraining, die vierte und fuenfte Woche und der Lauf

Das wichtigste zuerst: heute morgen war der Halbmarathon und ich habe mein Ziel von 1:45 mit 1:42 deutlich unterboten.

Woche 4

Tag Plan Realität
Dienstag 6,4km 0km, auf dem Heimweg bin ich in der Bahn eingenickt und erst eine Station zu spät wieder aufgewacht. Da ich keine Lust habe, auf die nächste Bahn zurück zu warten, gehe ich die Strecke zu Fuß. Danach bin ich aber nicht zu motivieren, noch Laufen zu gehen.
Donnerstag 6,4km 6,4km, 30:23, Mittlerer Puls 152 - wegen Terminproblemen, diesmal erst Freitags, aber dafür einigermaßen schnell
Samstag ~20km 6,4km Mittlerer Puls 149 - da ich Freitag erst Laufen war, verschiebe ich diese Einheit auf Sonntag. Dann bin ich leider total unfit und nur durch starke externe Motiviation dazu du bewegen, überhaupt Joggen zu gehen.

Woche 5

Tag Plan Realität
Dienstag 6,4km 6,4km, 32:57, Mittlerer Puls 151 - voller Magen und geringe Motivation -> sehr lahm
Donnerstag 12,8km 6,4km, 30:50, Mittlerer Puls 149 - sehr gut drauf, nur fällt mir erst jetzt auf, daß ich eigentlich nochmal etwas länger laufen wollte, einfach zu doof…

Halbmarathon

Start ist um 9:00, deswegen Wecker auf 7:00 damit noch Zeit ist, für ein Frühstück. Achtung, wer nach meinem rigorosen Training hier sinnvolle Tips erwartet, sollte nicht weiterlesen. Also 2 Muffins, Kaffee und O-Saft. Nicht besonders sinnvoll aber lecker.

Wir kommen erst relativ spät am Start an und ich muß mich fast ganz hinten in den Block B (Zielzeit 3:30 bzw. 1:45) stellen, aber immerhin kann ich ca. 50m vor mir noch den Pacemaker für 3:30 sehen, an den ich mich halten will. “We will rock you” dröhnt aus den Boxen und plötzlich fangen sie um mich rum an zu klatschen, dann der Startschuß und “Eye of the tiger” - wenigstens was Motivierendes solange jetzt keiner anfängt zu Boxen :-)

Langsam setzt sich der Pulk in Bewegung, bleibt aber nach 5 Metern gleich wieder stehen, es dauert etwa 3 bis 4 Minuten, bis ich endlich über die Startlinie darf. Der Pacemaker ist nicht mehr zu erkennen, deswegen gebe ich gleich mal Gas, um wieder Aufzuholen. Noch ist der Pulk ziemlich dicht und ich muß mich durchschlängeln… In den zwei Unterführungen der Kriegsstraße stehen die ersten Musiker (einmal Saxophon und ich glaube das andere war ‘ne Klarinette) und machen Stimmung, ich erspähe endlich wieder den Pacemaker. Am Durlacher Tor habe ich ihn dann schließlich eingeholt. Ich bin wohl nicht der Einzige, der auf diese Zielzeit läuft, hinter im wieder ein dichter Pulk von Läufern. Deswegen beschließe ich ihn zu überholen und einfach ein paar Meter vor ihm zu laufen, wo es eine größere Lücke gibt. Wenig Spannendes bis Kilometer 14 (glaube ich) wo ich ein paar Schritte langsam laufe und das erste Mal mehr als einen Schluck trinke. Dabei überholt mich der Pacemaker, was mich natürlich gleich wieder motiviert Gas zu geben. Diesmal überhole ich ihn aber nicht sondern hänge mich hinter bzw. neben ihn, wo mittlerweile auch Platz ist. Wir unterhalten uns ganz nett für ca. 1km dann merke ich, daß bei mir noch mehr drin ist, und überhole ihn zum letzten Mal für heute. An die nächsten paar Kilometer habe ich keine besonderen Erinnerungen. Ich freue mich über das Schild zu Kilometer 20 und ziehe das Tempo nochmal an. Dummerweise kommt dann noch eine Brücke, bei der ich beinahe einen Krampf bekomme. Dann geht es in die Günter-Klotz-Anlage, Endspurt (Mist nochmal leicht bergauf) und ins Ziel taumeln.

Nachdem ich meine Medallie bekommen habe und den ersten Becher Apfelschorle in mich reingeschüttet habe, denke ich auch daran, meine Zeit zu stoppen: 1:43:13 (Mittlerer Puls 180, Max 205). Damit bin ich happy, daß ich meine Ziel trotz viel zu wenig Training erreicht habe.




Noch keine Kommentare zu “Halbmarathontraining, die vierte und fuenfte Woche und der Lauf”

Deine Meinung hierzu?

XHTML: Erlaubte Tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>