Wendelstein Tour

Letzten Samstag nutzten wir das wunderbare Wetter und machten Tour #46 aus Münchener Wanderberge. Ich hatte diesmal keine Kamera dabei, deswegen gibt’s diesmal Bilder von Flickr (die eh’ besser sind als meine :-)).

Der Parkplatz oberhalb von Bayrischzell, der im Führer vorgeschlagen wurde, ist schon voll, deswegen parken wir auf einem kleinen Parkplatz ein paar hundert Meter vorher. Auf der Google Maps Karte habe ich noch ein paar zusätzlich Parkplätze eingetragen, falls mal richtig viel los ist. Wir folgen wir der beschriebenen Route über den Parkplatz, an der Jugendherberge vorbei und den Berg hoch.

Zuerst geht der Weg zwischen Wiesen in Serpentinen bergauf, und nach etwa einer halben Stunde treffen wir wieder auf eine schmale asphaltierte Straße, der wir dann bis zum Ende folgen.

Links von uns ragt eine Felsformation aus dem Wald und meine bessere Hälfte entdeckt dort eine Gruppe von Gemsen, die auf dem Schutt herumklettern. Jetzt ärgere ich mich das erste Mal, daß ich meine Kamera nicht dabei habe.

Von vorne höhren wir Kuhglocken und wundern uns, wie hier Kühe herkommen, da der Weg doch recht steil ist. Wir biegen um die nächste Kurve und vor uns steht ein halbes Dutzend Schafe auf dem Weg. Einen Moment später verschwinden sie aber ins Unterholz. Wusste gar nicht, daß es auch Schafglocken gibt.

Wir gehen noch ein paar Minuten weiter. Vor uns ist die “Bergstation” eines kleinen Lifts (oder einer Materialseilbahn) und nach links geht es weiter zur Lacherspitz. Hier rasten wir für eine halbe Stunde, Essen zu Mittag und geniessen die Sonne.

Danach geht es kurz bergab und wir können zum ersten Mal den Gipfel des Wendelsteins sehen. Das Foto rechts sieht deutlich besser aus als die Realität, in den Worten von Siegfried Garnweidner:

Eine Wetterstation, ein Sonnenobservatorium (…), je eine Bergstation für Seil- und Zahnradbahn, ein Windgenerator, eine riesige Solaranlage, ein Wirtshaus, Richtfunkantennen und Nebengebäude stehen am Wendelstein. (Das kleine Wendelsteinkircherl ist in dieser Aufzählung bewusst nicht aufgenommen.) Es bleibt kaum eine Anlage, mit der man den Wendelstein noch weiter verschandeln könnte. Es muss allerdings etwas Platzsparendes sein, denn viel Raum ist am Wendelstein nicht mehr frei.

Bisher waren wir fast alleine unterwegs, aber jetzt merkt man deutlich, daß eine Bahn bis fast auf den Gipfel fährt. Die Wege werden breiter und die letzten Meter bis zur Bergstation steigt man über schmale Treppen. Wir kommen am Wendelsteinkircherl, der höchstgelegene Kirche Deutschlands, vorbei. Zufällig läuten die Glocken gerade und eine Horde von Touristen muß dieses weltbewegende Ereignis fotografieren und filmen.

Von der Bergstation muß man nochmal 102 Meter über befestigte Wege und Treppen aufsteigen und sich dabei an entgegenkommenden Menschen vorbeidrängeln, bis man sich den zugebauten Gipfel mit ein paar Dutzend anderen Besuchern teilt. Auch wenn der Gipfel selber potthäßlich ist, ist die Aussicht ziemlich gut.
Wir machen hier nur eine kurze Pause, gehen den Weg ein paar Meter zurück und folgen dann dem Panoramaweg um den Wendelstein. Auch hier ist sehr viel los, viele Familien mit Kindern. Aber jede Gruppe, die wir einholen, geht sofort zur Seite und lässt und vorbei.

Danach geht es wieder bergab. Der Führer schlägt vor, fast den selben Weg wieder zurück zu gehen. Wir entscheiden uns dagegen und folgen einem anderen Weg, der etwas direkter ins Tal führt und den wir noch nicht kennen.




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