Tested on Tour: Thermarest NeoAir™

Ich konnte mal wieder nicht wiederstehen und habe mir für meine Desolation Wilderness Tour (Tag 1 & Tag 2) bei REI die hochgelobte Thermarest NeoAir™ (Größe R = regular) gekauft.

Small Medium Regular
Weight 9 oz / 260 g 13 oz / 370 g 14 oz / 410 g
Length 47 in / 119 cm 66 in / 168 cm 72 in / 183 cm

Eigentlich wollte ich ja wieder die kleinste Größe nehmen, um die letzten paar Gramm zu sparen, und meine Füße auf den Rucksack oder sonstigen Kram legen (hat mit der letzten Thermarest ganz gut geklappt). Aber im Nachhinein bin ich froh, daß ich es nicht getan habe, da die Matte mit 6,3cm doch recht hoch ist und die Kante damit vermutlich sehr spührbar geworden wäre. Und die 150g trage ich gerne für den zusätzlichen Komfort, auch wenn mir dafür ultralight-Fuzzies sicher den Kopf abreissen.

Ich habe sie nur eine Nacht getestet und bisher bin ich voll zufrieden. Das Gewicht ist unschlagbar, vergleichbar mit einer “normalen” Iso-Matte. Das Packmaß ist auch super, in etwa das Volumen einer Sigg-Flasche.

Bonus Content: Bei meinem Shopping Trip zu REI sind mit noch die Sleeping Bag Slip-Not Straps aufgefallen. Also habe ich 6$ investiert und ich habe es nicht bereut. Ich weiss nicht, wie oft ich schon aufgewacht bin, weil ich mich im Laufe der Nacht langsam von meiner Isomatte gerollt habe und es kalt wurde. Die “Schlafsack Rutsch-Nicht Strapse” habe selbiges in 100% der Fälle verhindert (sample size=1).


Desolation Wilderness – Pyramid Peak


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(Dies ist der Report des zweiten Tags meines Desolation Wilderness Wochenendes, am Tag davor haben wir Mt. Tallac bestiegen)

Nach der Tour auf Mt. Tallac und einer erholsamen Nacht wache ich gegen 7:00 auf und merke sofort, daß der Rest ist schon wach ist. Dank Ohrenstöpseln habe ich davon aber davor nichts mitbekommen. Die Luft im Innenzelt ist unangenehm kalt und es kostet viel Überwindung, mich aus meinem mollig warmen Schlafsack zu wagen.

Als erstes freue ich mich über meine gute Idee, meine beiden Trinkflaschen mit ins Zelt zu nehmen und nicht draussen liegen zu lassen. In der Flasche, die ich in der Apsis liegen hatte, schwimmt zwar etwas Eis, aber das ist harmlos im Vergleich zu den komplett durchgefrohrenen Trinkflaschen der anderen. Damit melde ich mich zum Kaffeekochen während die anderen ihre Flaschen auftauen. Nach einem erstaunlich leckeren Frühstück aus steinhartem Baguette und Rührei mit Schinken packen wir die Rucksäcke und machen uns gegen 8:30 auf den Weg.


Grass Lake ist am Ufer gefrohren

Die gestrige Tour war doch etwas länger und anstrengender als geplant, deswegen entscheiden sich alle außer Johannes, Kirsten und mir heute nicht nochmal cross-country einen Weg zu Pyramid Peak zu suchen sondern lieber eine Tour auf “richtigen Wegen” zu machen.

Wie gestern schon klettern wir erstmal die Geröllhalde im Südwesten des Camps hoch, doch diesmal geht es nicht nach Westen um den See sondern weiter nach Süden. Hier kommen wir endlich in der Sonne und es wird sofort mollig warm. Aber trotz Sonne kommen wir an einigen Eisflächen vorbei und uns wird klar, daß wir hier auf keinen Fall bei Dunkelheit absteigen wollen. Nach ein paar Minuten finden wir einen ausgetretenen Weg, dem wir für ein paar Minuten folgen, bis er sich wieder in Luft auflöst.

Wir peilen einen Pass im Süden an und der Weg dorthin ist relativ einfach, meistens über große Felsbrocken. Nur ab und zu müssen wir uns durch ein Gebüsch kämpfen und kommen ohne nennenswerte Probleme den Hang hoch.

Dort sehen wir zum ersten mal Pyramid Peak und von hier an geht es nicht mehr über Geröllfelder sondern durch lichten Wald, so dass wir jederzeit kontrollieren können, daß wir in die richtige Richtung laufen.

Unter uns liegt Lake Aloha, den wir südlich umgehen. Dabei müssen wir zig-zag einen Weg durch das Seelabyrinth zwischen American Lake und Channel Lake suchen. Aber wie schon am Vortag, wird uns auch diesmal klar, daß wir keine Chance haben, rechtzeitig Pyramid Peak zu besteigen und bei Tageslicht zurück im Camp zu sein. Deswegen belassen wir es dabei den scheinbar unbenannten Gipfel zwischen American Lake und Pyramid Lake zu besteigen. Dort geniessen wir die Sonne und unseren Proviant und machen uns gegen 12:30 wieder auf den Rückweg.


Wie schon auf dem Hinweg, balancieren wir ueber einen Baumstamm und über einen schmalen Felsgrat bis wir durch das Wirrwarr von Seen zurückfinden. Wir halten wir uns beim Aufstieg zum Pass etwas zu weit westlich und besteigen damit aus Versehen noch den unbenannten Gipfel nordwestlich des Jabu Lakes.

Mit dem Abstieg verabschieden wir uns auch von der Sonne und es wird sofort spürbar kälter. Obwohl wir uns beeilen schaffen wir es trotzdem nicht mehr, aus dem Schatten herauszukommen.

Das Geröllfeld herunterzukommen ist deutlich schwieriger als herauf und zusammen mit der Erschöpfung nach etwa 7 Stunden auf den Beinen sorgt es dafür, daß wir nur sehr langsam vorankommen. Ziemlich genau nach 8 Stunden kommen wir aber doch erschöpft zurück ins Camp.

Schnell bauen wir unsere Zelte ab, stopfen alles in die Rucksäcke und trotten los. Von hier aus ist es noch etwa eine Stunde zurück zum Parkplatz und diese Stunde zieht sich.

Vor allem Kirsten ist sichtbar am Ende, so daß Johannes ihren riesigen und viel zu schweren -20F Schlafsack trägt und ich ihren Rucksack übernehme. Mit diesem Zusatzgepäck bin ich auch kurz davor umzufallen als wir endlich mit dem letzten Tageslicht den Trailhead erreichen.

Zur Belohnung fahren wir noch nach South Lake Tahoe und essen dort ausgiebig zu Abend. Nach so einem Wochenende schmeckt ein Steak natürlich besonders gut. Auf dem Rückweg ignoriere ich konsequent jede Geschwindigkeitsbeschränkung und falle nach 3 Stunden todmüde in mein Bett.




Tested on Tour: Injinji Zehensocken

Als ich vor meiner letzten Tour mal wieder bei REI shoppen war, sind mir die Zehensocken von injinji aufgefallen. Dank dem aktuellen Dollarkurs sind auch 14$ nicht wirklich viel und deswegen habe ich mir gleich mal ein Paar eingepackt.

Ich trage schon lange 2 Paar Socken übereinander beim Wandern und war bisher mit der Kombination von Falke TK4 über Falke RU4 sehr zufrieden. Aber nachdem ich die Injinji Socken zwei Tage getragen habe, werden die RU4 wohl ab jetzt daheim bleiben. Die Zehensocken sorgen dafür, dass die einzelnen Zehen nicht mehr aneinander reiben können und reduzieren damit die Wahrscheinlichkeit von Blasen.

Ich vermute beim Joggen werden sich die Dinger auch ganz gut machen, deswegen habe ich vorhin gleich nochmal einige gekauft.


Desolation Wilderness – Mount Tallac


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Letztes Wochenende durfte ich mich ein paar Kollegen bei einem Trip in die Desolation Wilderness anschliessen. Also Wecker auf 4:00 stellen und früh ins Bett gehen.

Um 4:30 erfahre ich, daß unser Fahrer krank ist und ich selbst fahren muß. Also schnell noch einen weiteren Mitfahrer abholen und los Richtung Sacramento und dann weiter Richtung Lake Tahoe.

Treffpunkt um 8:00 ist die Rangerstation hinter Pollock Pines an Highway 50 um dort unser Wilderness Permit abzuholen. Nach ein paar Minuten geht es weiter zum Glen Alpine Springs Trailhead. Auf dem Weg sieht und fotografiert die Besatzung der ersten beiden Autos eine Gruppe Kojoten neben der Straße, aber ich fahre leider das dritte.

Angekommen am Trailhead werden erstmal die Kofferräume geleert und Material (vor allem Bear Canister) verteilt. Nach 30 Minuten haben auch die letzten ihre Rucksäcke gepackt und wir machen uns auf den Weg zum Grass Lake.

Schon der Weg dort hin enthält einige Highlights: vorbei an Glen Alpine Springs (einem der ersten “Resorts” in der Gegend) und einer FlußBachüberquerung auf einem Baumstamm.

Nach etwa einer Stunde kommen wir am Grass Lake an, bauen einige der Zelte auf und deponieren darin einen Teil unserer Ausrüstung. Mein Laser Competition bewährt sich mal wieder, es steht komplett bevor die Teile des zweiten Zelts ¨berhaupt ausgepackt sind.

Hundert Meter hinter unserem Camp endet der Trail und wir kämpfen uns querfeldein westlich am Grass Lake vorbei nach Norden Richtung Gilmore Lake. Der Weg enthält mehrer kleine Klettereinlagen, die man zwar auch vermeiden könnte, aber ich will ja meinen Spaß haben.

Schon bevor wir diesen erreichen, wird klar, daß wir keine Chance haben, den Gipfel von Mt. Tallac zu besteigen und noch bei Tageslicht wieder im Camp zu sein. Deswegen kehrt kurz bevor wir den See erreichen schon der erste um, da er von Wadenkrämpfen geplagt wird. Danach geht es etwas schneller voran, obwohl wir jetzt noch fast 500 Höhenmeter zu bewältigen haben. Aber bevor wir den Gipfel erreichen verlieren wir noch einen weiteren Mitstreiter, der lieber bei Tageslicht zurück will. Der Rest kämpft sich bis zum Gipfel und die Plackerei wird mit einer traumhaften Aussicht auf Lake Tahoe belohnt.

Nach 15 Minuten raffen wir uns auf und machen uns auf den Rückweg. Runter geht es zum Glück sehr viel schneller und wir schaffen es zurück bis zum Gilmore Lake bis die Dämmerung einsetzt. Von hier an folgen wir diesmal dem Trail zum Grass Lake. Nach etwa 30 Minuten müssen wir die Stirnlampen auspacken und die letzte Stunde in Dunkelheit weitergehen.

Die Dunkelheit hat aber den Vorteil, daß wir den klaren Sternenhimmel ungestört beobachten können. Im Camp angekommen, müssen erstmal noch Zelte aufgebaut werden. Nachdem dies erledigt ist, wird es schon unangenehm kalt. Selbst ein warmes Essen wärmt mich nicht wirklich auf und ich verdrücke mich dann recht schnell in mein Zelt um zu testen, ob meine neue Thermarest NeoAir™ wirklich so warm ist, wie versprochen. Sie ist es :-)