Letztes Wochenende habe ich zusammen mit meiner Freundin mal wieder ein kleine Zweitagestour gemacht. Ursprünglich wollten wir der Empfehlung eines Kollegen folgen und zur Benediktenwand mit Übernachtung auf der Tutzinger Hütte. Die war jedoch (leider? zum Glück?) schon voll.
Nachdem ich mir vor Kurzem zusätzlich zu meinem bisherigen Lieblingsführer (Münchner Wanderberge. 50 Touren zwischen Füssen und Chiemgau
) noch “Mit Bahn und Bus in die Münchner Berge. 50 Touren zwischen Füssen und Berchtesgaden”
aus dem selben Verlag gekauft habe, hatte wir einige Zweitagestouren zur Auswahl.
Ausgewählt habe wir die Tour (#18) nach der Fahrtzeit von München aus und der Tatsache, daß es noch Schlafplätze auf der Weilheimer Hütte gab. Also Samstag morgen mit einer total überfüllten Regionalbahn von München HBF nach Eschenlohe und von dort aus bei perfektem Wetter den Berg hoch.
Am Anfang habe ich mich noch über das perfekte Wetter gefreut, aber ziemlich schnell wurde es doch zu warm. Von 636m in Eschenlohe geht es mehr oder weniger konstant bergauf und wir erreichen nach etwa 5 Stunden (mit 2 Pause zu insgesammt wohl 45min) den Gipfel der Hohen Kisten mit 1922m.
Dort geniessen wir die Aussicht und sehen die Weilheimer Hütte zum ersten Mal, etwa auf der selben Höhe und nur noch eine Stunde entfernt. Nach einer langen Pause geht es weiter und wir erreichen bald darauf unser Ziel.
Leider dauert es dort noch bis es um 19:00 endlich “Bergsteiger”-Abendessen gibt – Pasta mit Tomatensosse – nicht besonders kreativ aber dafür viel und zusammen mit einem dunklen Weizen nach einem langen Tag genau das Richtige. Leider war das Weizen und die Anstrengung nicht genug um das Schnarchen eines anderen Wanderers im Matrazenlager zu ignorieren. Die Nachtruhe wird vollends von der netten Dreiergruppe Senioren ruiniert, die früh morgens ihre Sachen in laut knisternde Plastiktüten packt.
Nach einem rustikalen Frühstück gehen wir zuerst auf den Krottenkopf. Dort geniessen wir für 30 Minuten die Ruhe und den wunderbaren Morgen. Dann tauchen die ersten weiteren Wanderer auf dem Gipfel auf und wir machen uns auf den Weg zurück ins Tal. Zuerst an der Hütte vorbei, die Rückksäcke abholen und dann weiter zur Krüner Alm. Dort hatte ich mich auf einen Kaffee gefreut, aber leider wird nix aus dem zweiten Frühstück, da sie nur kalte Getränke im Angebot haben. Nach dem Materiallift, verlassen wir den Forstweg zu aus Versehen zu früh und folgen einem Weg neben einem Wildbach. Den schönen Weg müssen wir leider mit einem Umweg über Krün bezahlen.
Und nun kann ich mich zur Abwechslung mal nicht über die Verspätungen von Bus und Bahn beschweren. Wir kommen in Wallgau ein paar Minuten zu spät an, aber zum Glück hat der Bus noch mehr Verspätung und kommt etwa eine Minute nach uns an. Diese Verspätung sollte eigentlich dafür sorgen, daß wir den Anschlußzug in Garmisch verpassen, doch auch die Bahn tut uns den Gefallen und kommt genau in dem Moment an, in dem wir eine Karte aus dem Automaten ziehen